Tag 9 – vom Atlantik zu Skyfalls

Heute in der Früh kamen wir in einen ziemlich vollen Frühstücksraum, in dem das Durchschnittsalter    ca. bei 75 Jahren lag. Wir sind richtig aufgefallen :-), v.a. auch deshalb, weil ein anderes noch jüngeres Paar an dem uns zugewiesenen Tisch saß und die Aussicht aufs Meer genossen hat und vom Ober gebeten wurde, den Platz für uns freizumachen. Frei nach dem Motto „Ordnung muss sein!“

Nach dem hervorragenden Frühstück ging es bei bewölktem Wetter los, 40 km in Richtung eines Leuchtturms, der nur mehr über eine nicht öffentliche Straße zu erreichen ist. Andreas konnte zum ersten Mal die schon lange erwarteten Highlandrinder bewundern und ich genoss die Aussicht auf einen türkisfarbenen Atlantik, der weiter draußen in Kobaltblau überging. Die Aussicht und das letzte Stück Fußweg haben sich ausgezahlt.

Andreas nutzte auch die Gelegenheit, um endlich  sein Makroobjektiv ausprobieren zu können.

Wie die Straße ungefähr ausgesehen hat, auf der das Fahren wirklich Spaß macht, solange dir keiner entgegenkommt, könnt ihr am folgenden Foto sehen:

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Hier und in den Highlands ist das häufigste Verkehrsschild „Passing Place“, das die Stellen kennzeichnet, wo die Straße breit genug ist, dass ein Fahrzeug passieren kann. Ansonsten dominiert mein Lieblingsschild „reduce speed now“, das als eine rechteckige, knallrote Tafel bei fast jedem “ Achtung gefährliche Kurve“ Schild und jeder anderen passenden Gelegenheit montiert ist.

Unser Weg führte uns weiter in den Süden und führte zu Begegnungen mit wirklich netten und freundlichen Schotten. Zuerst in einem Gasthaus, wo wir eine kurze Mittagsrast eingelegt haben und Andreas für Fotozwecke eine riesige Flasche Whisky stemmen durfte, und dann an einer Tankstelle, wo sich der Tankstellenbesitzer/-pächter die besten schottischen Butterkekse nicht bezahlen ließ, sondern sie mit den Worten „from me to you“ zu mir herschob ;-).

Die Gegend war wieder sehr schön, in der Ferne waren sogar Berge mit letzten Schneefeldern!!! zu sehen, und das Fahren ermüdend. Also legten wir an einem Aussichtspunkt eine kurze Rast ein. Ich fotografierte Andeas, die Japaner sein Motorrad und die kleine Chinesin ließ sich mit unserem Motorrad ablichten.

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Am Parkplatz fiel uns auch zum ersten Mal auf, dass der Reifen bereits Spuren der Beanspruchung zeigt. Eingeweihte werden erkennen, worum es sich handelt. Für Laien – kein Grund zur Sorge, der Reifen ist nicht beschädigt und noch lange nicht abgefahren!

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Nachdem sich Andreas wieder fit fühlte, ging es weiter an hübschen Gebäuden vorbei zum Loch Etive, wo vor ein paar Jahren der letzte James Bond – Skyfall – gedreht wurde.

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Während Andreas unbedingt ans Ende der Straße in John O’Groats musste, das er aus „the long way down“ einer Fernsehserie mit Ewan McGregor und Charley Boorman kennt, wollte ich in die Gegend, wo Skyfalls gedreht wurde, seit ich den Film im Dezember 2012 im Kino gesehen hatte…. Nun hier sind wir 🙂

Wir haben in Taynuilt ein schönes, wenn auch nicht ganz billiges Hotel gefunden und nächtigen diesmal im superior room 🙂

 

Angemessen, nicht wahr?!

Angemessen, nicht wahr?!

Das Dinner war genauso beeindruckend wie der Sonnenuntergang, den Andreas für euch fotografiert hat.

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Jetzt zu später Stunde bleibt mir nur mehr meinen deutschen FreundInnen und KollegInnen Ingeborg, Markus, Peter und Stefan meine Glückwünsche auszusprechen – eure Fußballer haben es wieder einmal geschafft.

Für mich wird es Zeit ins Bett zu gehen, um fit für die morgige Route entlang von Loch Etive und dann weiter nach Glasgow zu sein.

Gute Nacht und danke für die Kommentare, die bis jetzt gekommen sind. Ein paar scheinen tatsächlich die Tour mitzumachen. Ein Tipp noch für die nicht so versierten: wenn ihr die Fotos anklickt, werden sie größer. Das bewährt sich v.a. bei den Panoramaaufnahmen 🙂

Bis demnächst – hoffentlich wieder ein Tag ohne Regen so wie heute

Eva 🙂

 

 

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