Tag 17 – I’m singing in the rain oder nass bis auf die Haut

Der Morgen begann wie so oft in letzter Zeit mit Regen 🙁 . Da halfen auch die sonnigen Grüße meiner Freundin in ihrem Guten-Morgen-SMS nichts, in dem sie mir versicherte, dass es Wien schon wieder 30 Grad bekommen sollte und das Gewitter eigentlich keine Abkühlung gebracht hat….

Diesmal beschlossen wir nach dem Frühstück nicht zu warten, sondern dem Regen lieber davonzufahren. Das hat ja auch beinahe geklappt. Nach einigen Kilometern auf der Autobahn – so fährt man dem Regen schneller davon 🙂 – hat es tatsächlich aufgehört gehabt und es war eigentlich angenehm warm. Andreas machte als eine kurze Pause auf einem Rastplatz und zog sich sein Regengewand aus, um nicht zu überhitzen. Angesichts der Regenwolken, die immer noch über uns hingen, blieb ich noch angezogen, da es ohnehin nur mehr ein paar Kilometer bis Metz waren. Dort könnte ich mich ja immer noch ausziehen….. Ich habe lieber eines der vielen SMS geschrieben.

Eva tippt - Teenagerverhalten ;-)

Eva tippt – Teenagerverhalten 😉

Kluge Entscheidung. Es fing nämlich noch einmal heftig zu regnen an und Andreas wurde ziemlich nass. was ihn diesmal aber weniger störte als in Schottland, weil ihm nicht kalt war.

In Metz fuhren wir fast direkt zur Kathedrale, die einmal mehr wundervolle Glasfenster zu bieten hatte. Auf dem Weg lag noch eine andere Kirche, die war aber buchstäblich wegen des Wetters links liegen ließen und eine Luftgütemessstation für Andreas.

diesmal keinen Besuch wert :-(

diesmal keinen Besuch wert 🙁

Luftgütemesstellen findet Andreas überall...

Luftgütemesstellen findet Andreas überall…

In der Kathedrale von Metz gibt es in der Unterkirche neben diversen Kunstschätzen Modelle vieler anderer Kathedralen, die alle sehr ähnlich aussehen, zu besichtigen. Andreas meinte beim Modell der Kathedrale von Strassburg nur: „Schau sie nicht so genau an, dort fahren wir ohnehin als nächstes hin.“ Also auf nach Strassburg, wo wir eine kleine Rundfahrt machten, um einige interessante Orte zumindest kurz gesehen zu haben. Geparkt haben wir dann mitten in Zentrum, von wo es nur mehr ein paar Meter durch nette Gassen (teure Geschäfte !!!!!) zur Kathedrale waren.

Die Kirche selbst hatte wieder einmal das zu bieten, was mein Herz erfreut – wunderschöne Glasfenster. Beim Sichten der Fotos heute Abend meinte Andreas daher: „Das war heute der Tag der Glasfenster.“ Aber auch sonst standen wir wieder einmal vor und in einem beeindruckenden, großen Gotteshaus, wo ich wieder einige Kerzen anzünden und in einer ruhigen Seitenkapelle in Ruhe beten konnte.

Obwohl es ganz passabel war, blieb ich im Regengewand, da der Himmel nach wie vor nichts Gutes verheißen hat. Wir wollten ja noch weiter Richtung Bodensee ohne genauem Tagesziel -also aufs Motorrad mit offenem Kragen und Andreas nach wie vor nur mit Membran im Oberteil. Es fing natürlich wieder zu regnen an, aber nicht so schlimm. Ich habe also bei meinem Regenoverall die Klettverschlüsse geschlossen, die Zipps im Halsbereich darunter ließ ich bei der Motorradjacke und beim Overall wegen der Wärme offen, was sich noch als großer Fehler herausstellen sollte. Es ging gut bis an den Rhein, den wir bei strömendem Regen auf eine Fähre überquerten.

unsere Fähre kommt uns holen

unsere Fähre kommt uns holen

Zur besseren Belüftung hatte ich auf der Fähre das Visier offen, da der Regen ohnehin eher senkrecht fiel. Beim Schließen des Visiers ergoss sich ein Schwall Wasser in meinen Kragen und ich fühlte es über meine Brust hinunterrinnen. Der Regen auf der deutschen Seite war noch um vieles heftiger und die nächsten Kilometer bis zum McDonald im Schütten führten dazu, dass ich zwar trockene Füße im Gegensatz zu Andreas hatte, aber alles andere inkl. Unterhose nass war. Als Andreas dann meinte, er stelle sich vor, dass war schon noch weiterfahren, hat es dann zwischen uns ziemlich gekracht.

Andreas war dann so lieb und ist nochmals hinaus in den Regen, um den Laptop zu holen und hat ein Zimmer in einem wenige Kilometer entfernten Hotel gebucht. Dort sind wir pitschnass angekommen und wurden herzlich empfangen. Nach einer heißen Dusche und mit trockenen Klamotten sah die Welt schon wieder anders aus. Unsere Motorradbekleidung wurde vom Hotelpersonal in einem warmen Raum zum Trocknen aufgehängt und das Essen war wunderbar.

Die Plastiksackerl in der Innentasche meines Koffers sind Gott sei Dank auch dicht, da im verbeulten Koffer das Wasser steht und in die Innentaschen selbst trotz Beschichtung das Wasser eindringt….. Sonst hätte ich nur von nassen in feuchtes Gewand wechseln können. Die Wetteraussichten bleiben bescheiden – Dienstag Regen. Es soll nach Vaduz gehen und dann nach Bregenz. Diesmal ist das Zimmer schon gebucht :-).

Bis Morgen und ich beneide euch in Wien nicht um die Hitze sondern nur darum, dass ihr es trocken habt 😉

EVA

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