Tramonti di Sotto

Das war das erklärte Ziel des heutigen Tages und wir haben es gesund und munter und hungrig erreicht. Inzwischen sind wir satt und müde, aber der Blog will geschrieben werden. Andreas lädt gerade die Fotos von heute auf sein Notebook, damit er euch ein paar visuelle Eindrücke vermitteln kann.

Ich habe befürchtet, dass ich euch heute nichts erzählen kann, da wir hauptsächlich auf der Autobahn unterwegs sein werde aber weit gefehlt. Gleich beim Knoten Guntramsdorf staute es, da ein PKW den Radträger mit drei Rädern drauf verloren hatte. Das alles auf der dritten Spur – die Autobahn ist an dieser Stelle vierspurig. Ein Stückchen weiter stand offensichtlich das dazugehörige Fahrzeug und die Beifahrerin war heftig am Gestikulieren und Schimpfen.

Im Radio gab es im Verkehrsfunk immer wieder Meldungen von Staus und Grenzwartezeiten, aber Italien wurde nie erwähnt. Wir passierten die Grenze tatsächlich wie in den vergangenen Jahren ohne Stau und Kontrolle. Auch im Kanaltal lief es wie immer nur ein bisschen langsamer, da man mit Hänger nur 80 km/h fahren darf. Wir lagen gut in der Zeit und freuten uns auf die Fahrt auf der Landstraße ins Val Tramontina.

Da wir diesmal mit dem Hänger unterwegs waren, verzichtete Andreas auf den Passo Rest, da die vielen engen Kurven und Spitzkehren zu mühsam gewesen wären. Die Mühsal blieb uns allerdings nicht erspart, da es zwei große Baustellen mit Umleitungen gab, die uns hoch in die Berge führten. Es waren enge, kurvenreiche Straßen mit ein paar Spitzkehren, die durch den langen Radstand unseres Karls nicht in einem durchfahren werden konnten. Die Fahrzeuge hinter uns hatten Geduld und Andreas gut Nerven. Zudem kamen wir noch an einem Unfall mit einem Motorradfahrer vorbei, was mich immer besonders betroffen macht.

Wir sind um 17:30 wohlbehalten in Tramonti di Sotto angekommen und Beanspruchen viel Platz vor dem Gemeindeamt. Gleich nachdem wir das Zimmer für heute Nacht gecheckt hatten, genossen wir unseren ersten Cappuccino und Aperol Spritz bevor wir einen Spaziergang zum Fluss Meduno machten. Ich habe mir einen Stein mitgenommen, der nicht besonders aussieht aber sich sehr gut anfühlt. Er will mit dem Daumen gestreichelt werden.

Da es zum Fluss und wieder hinauf ins Dorf einige Höhenmeter zu überwinden gab, war das Nachtmahl redlich verdient. Diesmal haben wir auch auf die Fotos nicht vergessen. Andreas blieb bei der Hauptspeise wieder bei edlem Fleisch, während ich es diesmal mit Käse und Polenta und als Vorspeise mit Salat versuchte. Da durften es bei Andreas Nudeln mit Trüffeln sein. Nachspeise schaffte ich heute keine mehr. Ich soll sie ohnehin nicht essen.

Morgen um 8 Uhr ist Frühstück geplant und dann werden wir brav mit 80 km/h nach Livorno fahren, von wo abends unsere Fähre ablegen wird. Ich hoffe, es gibt einen Duty Free Shop. Ich schau mich dort so gerne um. Nach den 30 Grad heute Nachmittag, fallen jetzt doch tatsächlich ein paar Regentropfen – irgendwie beruhigend.

Gute Nacht

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