Göteborg – Oslo und als Überraschung die Schanze von Holmenkollen

Andreas war heute schon wieder früher wach als ich und saß schon bei Tisch, als ich mich vom Bett trennen konnte. Andreas wollte nicht frühstücken, ich schon. Daher verließ er nach dem Kaffee und der Dusche den Karl und ich aß ohne Eile zu Ende und wusch ab. Mit ein paar neuen Fotos z.B. einem gefundenen Stillleben und einem Körbchen Erdbeeren kam er wieder. Als wir uns bei der App für den Stellplatz abmeldeten, erfuhren wir, dass wir doch etwas zahlen müssen. Es war nicht viel etwa 11 Euro. Wir gaben die Adresse des botanischen Gartens ins Navi ein und fuhren in einen sehr netten Stadtteil von Göteborg. Die Einfamilienhäuser mit Vorgarten erinnerten ein wenig an England. Allerdings hatten die Häuser Holzfassaden, die in den unterschiedlichsten Farben gestrichen waren. Ein freundliches Bild.
Genau vor dem Eingang des Botaniska gab es gebührenpflichtige Parkplätze, die mit der selben App genutzt werden konnten. Um nicht mühsam mit Karl nach einem kostenlosen Parkplatz suchen zu müssen, nützen wir einen von diesen. Dafür stellten wir erfreut fest, dass der Eintritt frei ist. Andreas war mit Fotorucksack und seiner Kamera ausgerüstet und ich mit meinem Seesack (mit Regenjacken und Getränk) und meinem Fotoapparat. Als ich das erste Mal auf Makro umschaltern wollte, stellten wir fest, dass wir das falsche Objektiv mithatten. Andreas ging wieder zum Auto zurück. Gott sei Dank waren wir noch nicht weit gegangen. Eigentlich wollten wir nur den Hauptweg gehen und ca. eine Stunde unterwegs sein. Es ergab aber das eine das andere und alles war so schön und interessant, dass wir schließlich mehr als drei Stunden dort verbrachten. Wir mussten ein bisschen geländegängig sein, da es bergauf und bergab ging und auch mehr oder weniger hohe Steinstufen zu überwinden waren. Alles in allem ist der Botanische Garten sehr schön aber ganz anders als de in Edinburgh oder Bodnan Garden in Wales. Zum Abschluss gingen wir noch in den Shop, wo wir eine kleine Harke zum Umkrautentfernen kauften. Andreas hatte sehr genau aufgepasst, was die Gärtner dort verwendet haben.
Wir verließen Göteborg Richtung Oslo und fuhren wieder einige Stunden auf der Autobahn. Die Landschaft um uns herum bestand diesmal aus Wald, vorwiegend Mischwald. Je nördlicher wir kamen, desto mehr Nadelbäume waren zu sehen. Auf einer Raststelle gönnten wir uns endlich etwas zu essen, das HotDog und der Salat waren wirklich gut. Kurz vor der Grenze zu Norwegen wurden die Fahrspuren auf eine zusammengezogen und wir überfuhren als Kolonne die Grenze. Grenzbeamte waren keine zu sehen. Keine Ahnung wozu man künstlich den Stau herbeiführt. Die Landschaft änderte sich nicht wirklich, es wirkte nur dichter besiedelt. Gegen 15h waren wir beide sehr müde und Andreas beschloss eine Pause und einen PowerNap zu machen. Nach 30 Minuten und einem Nespresso ging die Fahrt ins Zentrum von Oslo weiter.
Es war spannend, wo uns das Navi hinführte. Viel moderne Architektur, viele Tunnel, viele Baustellen und keine Chance auf einen Parkplatz. Bei der Anlagestelle der Fähren gelang es uns dann mit Karl zu parken.
Wir beschlossen einen Stellplatz mittels unserer App zu suchen und fanden genau einen in Oslo mit einer Anfahrtszeit von mehr als 20 Minuten. Im Internet fand ich noch einen anderen nur neun Minuten entfernt, den wir dann ansteuerten. Leider scheint der Eintrag alt zu sein, weil es dort nur mehr teure Parkplätze gibt. Also doch die mehr als 20 Minuten Fahrzeit in Kauf nehmen. Wir fuhren an den Stadtrand und Serpentinen hinauf und Standen plötzlich vor der Schanze und dem Sprungstadion am Holmenkollen. In Natura sieht das ganz anders aus, als ich mir vorgestellt hatte. Die Bilder im Fernsehen zeigen etwas viel Weitläufigeres als die „Grube“, in die gesprungen wird. Es ist auf alle Fälle sehr beeindruckend und Oslo ist Andreas jetzt ein bisschen weniger unsympathisch. Ein paar Kehren weiter oben fanden wir dann tatsächlich einen geräumigen Stellplatz vor, den wir uns mit anderen Wohnmobilen aus Norwegen, Deutschland, Italien, Belgien, Schweden und der Schweiz teilen. Österreicher haben wir bis jetzt nur sehr wenige getroffen. Wenn wir die Straße überqueren, befinden wir uns am Ufer eines kleinen Sees. Leider fing es zu tröpfeln an und es wäre mir die Außentemperatur auch ohne Regen zu kalt gewesen, um zu schwimmen. Das Wasser selbst war nicht so kalt.
Nach dem Nachtmahl hat Andreas die Fotos des heutigen Tages hochgeladen und es sind wirklich sehr schöne dabei. Auch ich bin mit dem Ergebnis des heutigen Tages sehr zufrieden, da ich schon lange nicht mehr mit der Canon 6D fotografiert habe. Während ich gerade den Blog schreibe, sucht Andreas die Fotos aus und hat mittels Hot Spot eine Internetverbindung hergestellt. Ich schreibe einstweilen offline in einem anderen Programm und wir werden es dann einfügen. Wir waren so beschäftigt, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass Nebel aufgezogen ist. Es ist jetzt 21:42 und noch so hell, dass wir problemlos ohne Licht lesen und schreiben können. Allerdings haben uns die Wolken eingehüllt. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass Andreas wieder mit dem Fotoapparat unterwegs ist.
Was wir morgen genau machen, haben wir noch nicht besprochen und es hängt auch ein wenig vom Wetter ab. Ganz sicher fahren wir nicht ins Zentrum und daher wird es auch keine Stadtrundfahrt im Sightseeingbus geben. Ich würde gerne den Skulpturenpark besuchen, da hätte ich auch gleich wieder Bewegung eingeplant.
Ich wünsche euch eine gute Nacht, EVA

Evas Fotos:

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