Von Bremen nach Ostfriesland

Stephan stand pünktlich um 8:30 vor unserem Wohnmobil, das wir gestern noch umgeparkt hatten. Auch wir waren schon aufbruchsfertig und freuten uns auf ein paar nette Stunden in der Natur. Es ging wieder an die Weser, diesmal in den Bereich der großen Werften. Wir hatten das Glück bei Lürssen eine nagelneue Luxusyacht zu sehen. Auch wir gingen wieder unter die Seemänner und querten mit einer Fähre die Weser, um auch auf der anderen Seite dem Fluss entlang spazieren zu gehen und den Museumshaven Vegesack zu umrunden. Da das Wetter heute viel besser war, war es ein wirkliches Vergnügen. Wenn die Sonne hinter einer Wolke verschwand, war es zwar kühl, sobald sie jedoch wieder hervorkam, beinahe heiß.

Wir querten noch einmal mit der Fähre die Weser und fuhren ein Stück mit dem Auto, um zu einem Aussichtsturm zu gelangen, von wo aus man einen wirklich guten Blick flussaufwärts und -abwärts hatte. Der Turm hat zu meiner Freude auch nur ganz wenig gewackelt. Wieder unten angekommen gingen wir auf der Promenade, wo auf einer langen Mauer viele Graffitis zu finden sind. Diese wurden 2018 im Zuge des Farbflut Urban Arts Festival von 200 Künstlern in Lemwerder bei Bremen-Nord gestaltet. Wir haben nicht alle gesehen, aber manche haben mich schon sehr beeindruckt. Von einem Boot aus, müssen sie noch besser zur Wirkung kommen.

Unser Mittagessen holten wir von einer rollenden Fischbude, die Brötchen für jeden Geschmack dabei hatten. Wieder einmal war schlemmen – diesmal unter freiem Himmel – angesagt. Zuvor zeigte uns Stephan noch das Flugfeld eines aufgelassenen Militärflughafens. Interessanter Weise hatten Start- und Landebahn die Vögel in Beschlag genommen, die dort zu Dutzenden herumsitzen.

Schlussendlich brachte uns Stefan zu unserem Wohnmobil zurück und wir verabschiedeten uns voneinander. Ich hoffe, es dauert nicht wieder drei Jahre bis zum nächsten Treffen. Andreas und ich tranken einen Nespresso in unserem Karl und beschlossen vor Hamburg noch Ostfriesland einen Besuch abzustatten. Wir machten uns also auf nach Leer, wo wir das Leeraner Miniaturland besuchten. Es sind dort im Innen- und Außenbereich ganze Städte und Nordseeinseln nachgebaut und es gibt viele Knöpfe zu drücken, die „action“ zur Folge haben. Für Kinder bestimmt sehr aufregend und spannend und auch mir hat das Spielen Spaß gemacht. Für Andreas, den Perfektionisten, war die Ausführung der Bauten natürlich mangelhaft. Momentan arbeiten sie gerade an der Nachbildung von Berlin und man kann durch das Drücken diverser Knöpfe auch die Stimme von Kennedy oder Genscher hören. „Ich bin ein Berliner“.

Wir haben uns dann gleich auf den Weg zum Stellplatz in der Nähe der Altstadt von Leer gemacht, der erfreulicher Weise erst ab drei Tagen etwas kostet. Ein kleiner Spaziergang führte uns in den Hafen und die Fußgängerzone, wo es ein paar nette Geschäfte gibt. Leider hatten sie geschlossen, aber morgen ist auch noch ein Tag. Ich würde morgen gerne ins Teemuseum gehen und in den angeschlossenen Shop. Hier soll es den besten Friesentee geben. Das Geschäft mit den schönen Leinenblusen und Kleidern wäre gleich um die Ecke.

Heute ist der erste Tag, an dem ich es schaffe den Blogbeitrag des Tages gleich zu schreiben. Andreas arbeitet auch schon an den Fotos. Morgen werden wir Leer am Vormittag verlassen und nach Emden fahren. Dort werden wir Dat Otto Hus besuchen, worauf ich mich schon freue. Dann geht es die Küste entlang, solange es uns Spaß macht. Uns hetzt ja keiner.

Ich wünsche euch einen netten Abend, Eva

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