Ein Tag in Bremen

Stephan hat uns um 8 Uhr morgens zum Frühstück abgeholt. Er muss schon sehr früh aufgestanden sein, da er das halbe Kilo Krabben, das er am Vortag in Bremerhaven gekauft hatte, bereits fertig geschält hatte, um Krabbenomelette zuzubereiten. Wir haben dann noch beim Bäcker gehalten, um frische Brötchen zu kaufen und genossen danach bei Stephan zu Hause ein wahres Schlemmerfrühstück.

Danach machten wir uns zu dritt auf den Weg, um als erstes an die Weser zu fahren, wo Stephans Lieblingsmessstation steht. Für mich war es ein typischer Messkontainer, da ich die einzelnen Messgeräte drinnen nicht unterscheiden kann. Die besondere Lage macht sie wohl zu Stephans Lieblingsstation. Es ist spannend, da es sowohl Geräte gibt, die er an die Stadt Bremen verkauft hatte, als er noch in Andreas‘ Firma gearbeitet hat, als auch solche, die er inzwischen als Zuständiger in Bremen angekauft hat. Hinter dem kleinen Damm hatte man dann einen guten Ausblick auf die Weser, ein riesiges Stahlwerk, ein Kraftwerk und viele andere Gebäude und darüber blauer Himmel mit ein paar Wolken.

Von dort ging es weiter nach Überseestadt, ein neuer Stadtteil von Bremen, wo alte Gebäude neben aufgelassener Hafenbecken revitalisiert werden und auch viel neu gebaut wird. Er wollte uns den Schuppen eins zeigen, wo alte Autos repariert und ausgestellt werden – ein Paradies für Oldtimer und Youngtimer Liebhaber. Andreas hatte viele Motive vor der Kamera und ich jede Menge Porsche 911er zu bewundern. Es ist ein wirklich tolles und interessantes Gebäude bei freiem Eintritt, das auch passende Geschäfte vom Spielzeug- und Modellbauladen bis zum Tattooshop und einiges rund ums Auto beherbergt. Ein Geschäft hat es mir besonders angetan – für 40 Euro pro Stunden könnte ich einen alten Porsche 911er mieten und damit herumfahren. Das wäre doch ein passendes Geschenk zum 60. Geburtstag….

Nach der ausgiebigen Besichtigung und vielen Fotos ging es weiter zu LLoyd Caffee. Hinter vielen Containern versteckt in der Nähe der (ehemaligen ?) Kaffee Haag Fabrik liegt dieses kleine Café versteckt. Kaffee wird dort auch in riesigen Mengen verkauft und in kleinen Verpackungen wie bei Eduscho; ich habe mich mit einem feinen Cappuccino begnügt. Es hat ein eigenes Flair auf harten Bänken oder aus Paletten gezimmerten Möbeln zu sitzen und Kaffee zu trinken. Es ist Gott sei Dank auch im Freien möglich, da man Abstand halten kann und keine Maske braucht. Außerdem schien ja die Sonne so schön.

Wir fuhren dann weiter Richtung Innenstadt und Stephan stellte das Auto in einer Parkgarage ab, die mit 4 Euro 50 für den gesamten Tag auch preiswert war. Wir erkundeten die Innenstadt inklusive Rathausplatz, wo viel Rummel war und wunderschöne, riesige Seifenblasen herumschwebten. Durch die Böttcherstraße mit tollen Häusern und Geschäften ging es weiter durch den Schnoor, wo es viele kleine Geschäfte, ganz spezielle Häuser, wie das Hochzeitshaus, und viele kleine Galerien gibt. Ich mag diesen Stadtteil, wo ich schon 2014 mit Markus und Ingeborg war, als ich an deren Kurs in Bremen teilgenommen habe. Dort habe ich diesmal auch das Märchen der Bremer Stadtmusikanten in einer Version von Janosch erstanden. Ich liebe die Bücher von Janosch.

Gestärkt durch die beste Röstbratwurst Bremens am Rathausplatz gingen wir durch das „Ökoviertel“ an die Weser, um mit einer kleinen Fähre überzusetzen und im Sandcafé Kaffee zu trinken und eine kleine Pause zu machen. Den kleinen Regenguss dazwischen haben wir gut überstanden und wir konnten sogar draußen sitzen und den spielenden Kindern am Sandstrand zusehen. Im Sommer muss der Bereich ganz schön überlaufen sein. 🙂

Andrea und Bao stießen dort zu uns dazu und gemeinsam haben wir dann den Rückweg entlang der Weser zur Innenstadt zurückgelegt, nicht ohne einen zweiten kleinen Regenschauer ab zu bekommen. Wir überquerten dann eine große Brücke, neben der Stiegen hinunter gingen, um dann neben den Schiffen direkt am Wasser entlang gehen zu könne. Es erinnerte mich ein wenig an den Donaukanal. Bald kamen wir an die Schlachte, wo ich während meines Kurses in Bremen öfter zu Mittag oder am Abend gegessen hatte. Dort reiht sich ein Lokal ans andere und man sitzt gemütlich neben dem Fluss. Wir gingen jedoch nicht durch sondern marschierten quer durch die Innenstadt Richtung Parkhaus.

Stephan brachte Andrea zu ihrem Auto zurück, das in der Nähe des Sandcafés geparkt war und wir fuhren getrennt zu Stephans Wohnung zurück, wo wir Pläne für den Abend und den heutigen Tag machten. Wir ließen den Tag in einer Pizzeria ausklingen und waren ziemlich müde. Wieder am Stellplatz parkte Andreas noch den Karl um, da wir am Vortag wegen Platzmangels „nur“ am öffentlichen Parkplatz stehen konnten, und versuchte die Fotos zum Blog hochzuladen. Das hatte in der Früh nicht geklappt und war auch abends mühsam. Wir haben dann noch die Fotos vom gestrigen Tag bewundert und Andreas hat die Auswahl für diesen Blog getroffen. Wenn alles klappt, geht er in ein paar Minuten online.

Ich hüpfe jetzt unter die Dusche, da wir in einer Stunde von Stephan für eine weitere Besichtigungstour abgeholt werden. Spätestens gegen Mittag werden wir uns verabschieden, damit die beiden noch ein wenig Zeit für sich haben und uns zieht es weiter nach Ostfriesland.

Liebe Grüße und bis bald, EVA

2 Replies to “Ein Tag in Bremen”

  1. Hallo Ihr Beiden,
    ich habe mich gefreut Euch kennen zu lernen. Es war ein sehr schönes Wochenende, auch wenn ich nicht immer bei allen Ausflügen dabei war. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die Ihr Stephan mitgegeben habt. Viel Spaß und schönen Urlaub noch und besseres Wetter ☀️ 😉 .
    Gruß Andrea 🤗

    1. Wir stehen am Stellplatz in Wismar und haben gutes Wetter. Gestern waren wir sogar in der Ostsee schwimmen 🙂
      Es geht uns gut.
      Liebe Grüße, Eva

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