Tag 2 – in vier Mitgliedsländern der EU (noch)

 

 

Irlandreise-2505Heute in der Früh haben wir es tatsächlich geschafft vorm Weckerläuten wach zu sein. Um 8h hatten wir alles gepackt und aufgeladen und damit das Frühstück mehr als verdient. Um 8:45 nach ein paar Abschlussfotos ging es auch schon wieder los. Auf zur Autobahn und weiter durch Deutschland und dann über die belgische Grenze. Auch Belgien haben wir bald wieder hinter uns gelassen und fuhren in der französischen Provinz Nord pas de Calais Richtung Calais, wo wir auf dem Zug durch den Tunnel nach England fahren wollten.

Eigentlich lief ja alles ganz gut. Schön langsam begann ich dann allerdings die gepflegten Asfinagrastplätze zu vermissen. Die meisten Rastplätze jenseits der österreichischen Grenze haben keine Toilette und wenn doch, ist diese in einem unzumutbaren Zustand. Also heißt es entweder zusammenzukneifen und bis zum nächsten Tankstopp zu warten und dann zwischen 50 und 70 Cent zu löhnen oder ab ins Gebüsch. An einer Tankstelle mit nettem Bistro ausgestattet mit dunkelbraunen und pinken Ledermöbeln, machten wir nicht nur Pause, sonder buchten mittels i-phone und free wifi den Platz im Zug. Wir hatten 1,5 Stunden Reservezeit eingeplant und kamen Dank Stau und lustiger Aktionen nur 45′ vor Abfahrtszeit an.

Knapp nach der belgisch-französischen Grenze führen die Franzosen alle Spuren auf eine zusammen, leiten dann den gesamten Verkehr ab, lassen alle einmal um einen Kreisverkehr fahren und dann wieder auf die Autobahn. Ich habe ja nichts gegen Grenzkontrollen in Zeiten wie diesen, aber es wurde nicht kontrolliert….. Wie gesagt, wir stellen uns 45′ vor Boarding-Time  in einer der vielen Schlangen an, um unsere Boardkarte zu lösen, neben Hunderten anderen Autos und ein paar Motorrädern, um dann in der Sonne zu braten und zwei mühsame Passkontrollen über uns ergehen zu lassen. Der Franzose winkt wenigstens die Motorradfahrer durch, die britische Kollegin kontrolliert alles ganz genau und ist diesmal aber gnädig. Ich darf meinen hochgeklappten Klapphelm auflassen.

Und wenn du glaubst, jetzt hättest du es geschafft, stellst du fest, dass dein Zug gecancelt ist. Du bekommst ein neues Ticket und wirst mitgenommen, wann Platz ist. Also stehst du in der nächsten Reihe und wartest. Diesmal finden sich in der Wartezone schon ein paar Motorradfahrer zusammen und es wird bewundert und geplaudert. Dann beginnt das Boarding und die Motorradfahrer müssen warten, bis alle Autos im Zug sind. Wir füllen schließlich zwei Waggons mit ca 18 Motorrädern. Ich habe sie nicht gezählt, aber ich weiß, dass wir das einzige nicht aus GB waren.

Die Fahrt ist schnell vergangen und Dank Zeitverschiebung waren wir früher in England als wir in Frankreich weggefahren sind. Dort ging es dann geübt im Linksfahren zum nächsten McDonalds, um etwas zu essen und das free wifi zu nutzen. Andreas buchte ein schönes Zimmer in einem luxuriösen Hotel am Meer, das bei bockig.com  mit -30% angeboten wurde. Wir haben es nicht bereut. Angenehm groß, eigener Balkon mit Blick aufs Meer, USB-Steckdose neben dem Bett, kostenloses, stabiles wifi und hervorragendes Essen auf der Terrasse mit Blick aufs Meer und Meeresrauschen 😀. Eva ist müde, aber happy. Andreas konnte heute wieder ein paar Fotos machen, aber die wirklich guten Motive warten noch auf ihn.

Morgen werden wir es gemütlich angehen und in aller Ruhe Richtung Cornwall fahren. Die Fähre nach Irland geht am Donnerstag um 14:30, d.h. wir haben gemütlichere Tage mit weniger km pro Tag vor uns. Andreas ist noch einmal zum Fotografieren losgegangen und ich werde noch meine Gedanken zum Tag notieren. Gute Nacht!

 

2 Replies to “Tag 2 – in vier Mitgliedsländern der EU (noch)”

  1. Man hat das Gefühl man fährt mit Euch mit … Die Bilder vom Meer lassen es förmlich bis nach mödling rauschen und ich kann es riechen :-)…

  2. Halli hallo Ihr zwei,
    …Reifenpanne….. Vielleicht doch eine African Twin statt KTM?? Gemütliche Tage und gute Fahrt!!! Eure Cornelia

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