Tag 16 – B4391 Ecke B4396

Irlandreise-5838Heute waren Andreas und ich schon früh wach, wobei nicht klar war, ob ich ihn oder er mich aufgeweckt hat oder wir beide einfach ein wenig aufgeregt waren wegen der getrennten Heimreise. Da der Himmel wirklich wolkenlos war, beschloss er laufen zu gehen und ich begann zu packen. Kein einfaches Unterfangen, da manches nicht ins Handgepäck darf und ich so viel wie möglich mit nach Hause nehmen sollte…..

Irgendwie habe ich es dann hinbekommen, die Innentasche meines Koffers, die als Handgepäck durchgeht, mit all den Dingen zu füllen, die unbedenklich sind, und sie nicht zu schwer zu machen, schließlich musste ich auch noch den Helm tragen. In den größeren Packsack kam dann die gesamte Schmutzwäsche und alles andere. Mein  Horrorszenario seit Tagen war, dass der Sack aufgeht und unsere verschwitzten Klamotten im Frachtraum oder noch besser am Förderband für das Gepäck in Schwechat herumliegen. Es ist Gott sei Dank nichts davon passiert.

Andreas hat das Laufen sehr genossen und sich noch einmal von der Frauenskulptur am Strand verabschiedet. Dann widmeten wir uns dem letzten gemeinsamen Frühstück, beluden die Schöne und fuhren zum Flughafen. Das Einchecken funktionierte problemlos und schon bald musste ich mich von Andreas verabschieden. Natürlich musste ich auch diesmal wieder meine Stiefeln beim letzten Check ausziehen. Ich könnte ja etwas in meinen Absätzen schmuggeln…. Immerhin waren sie diesmal entspannter, was meinen Asthmaspray betraf. Ich konnte direkt zum Gate gehen und 10 Minuten später begann auch schon das Boarding.

Es gibt Bequemeres als mit Helm, Rückenprotektor und in voller Montur in ein Flugzeug zu steigen, aber bei einem Gangplatz bereits in Reihe vier, war es halb so schlimm. Im Flugzeug sah ich einige bekannte Gesichter: vier Leute, die zeitgleich mit uns in unserem Guesthouse gefrühstückt hatten, und eine Reisegruppe, mit der wir gleichzeitig in Killamore Abbey gewesen waren. Die Frauen, die dort lautstark nach ihren Männern gesucht hatten, blieben einfach im Gedächtnis hängen….

Der Flug selbst war gut, wenn auch in der zweiten Hälfte etwas unruhig. Fasten seatbelts – und die Flugbegleiterinnen waren damit beschäftigt ältere Damen davon abzuhalten, die Boardtoiletten zu besuchen. Wahrscheinlich hatten wir Rückenwind, denn wir sind 30 Minuten früher als geplant gelandet. Alles, was wir an Zeit gewonnen hatten, verloren wir am Förderband wieder. Es dauerte sehr lange, bis unser Gepäck kam. Johannes, mein Sohn wartete geduldig. Andreas hatte ihn bereits angerufen…. Er stand zu diesem Zeitpunkt bei der Fähre in Dublin und wartete auf das Verladen.

Inzwischen habe ich mit Andreas telefoniert. Seine Überfahrt von Dublin nach Hollyhead war flott, da er diesmal mit einem Katameran gefahren ist. Er fuhr dann in Wales auf schönen Straßen, durch Wälder und einen Nationalpark und wohnt jetzt in einem kleinen, alten Hotel, wo er nicht einmal mit dem Handy Empfang hat. Er ist dann mit der Schönen an die Kreuzung B4391/B4396 gefahren, von wo er mich angerufen hat. Etwas nordwestlich davon liegt sein Hotel, wo er heute Abend endlich Lamm essen wird. Morgen liegen noch 450km Autobahn vor ihm, bis er in Dover die Fähre besteigt und am Abend in Calais landet. Dann gibt es vielleicht auch einen Beitrag oder Fotos von ihm….

 

 

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