Resümee

Was soll ich sagen?

Das Wetter war besser als anfangs vorhergesagt. Wir wurden nie nass und nur einmal ein wenig feucht beim Fahren. Wettertechnisch standen wir unter einem guten Stern, so wie es halt ist, wenn Engel reisen :-).

Meine Gelenke und Sehnen hielten den Belastungen stand, auch wenn ich an manchen Tagen kaum mehr absteigen konnte und manchmal ganz schön daher hinkte.

Die Truppe, die sich nur teilweise kannte, ist gut zusammengewachsen und wir konnten herzhaft miteinander lachen. Hauptthemen, die uns zum Lachen brachten, waren Murmeltiere, die Beschreibung der Größe von Marios Zimmer, das „scheinbare“ Ehepaar (es sind nicht Andreas und ich gemeint), der Womanizer, das Temperaturempfinden der Teilnehmer, die Frage „Wie viel kostet das Zimmer?“ usw. – Ich weiß, das sind Insider, aber jeder darf seiner Fantasie freien Lauf lassen….

Das Essen war aus meiner Sicht überall fantastisch, einzig der Zwiebelrostbraten von Fritz ist in Kärnten ein wenig klein ausgefallen. Auch über das Eis können wir uns wirklich nicht beklagen.

Die Teilnehmer*innen:

Christine, diesmal auf Marios 690er unterwegs, war die einzige, die alle Teilnehmer*innen kannte. Sie tätigte einen unglaublichen Ausspruch: „Mario, da muss ich dir rechtgeben.“

Mario auf seiner Super Duke GT war manchmal ein bisschen sehr ernst, taute aber immer mehr auf und wir konnten viel mit ihm lachen. Der Wespenstich auf dem Handrücken nervte und behinderte ihn ein wenig und die Laune wurde besser, als die Schwellung abgeklungen war. Ich fahre nach wie vor gerne mit ihm. Auch er gab Christine einmal recht.

Fritz, unser Sonnenanbeter, war mit Christines 690er unterwegs und gewöhnte sich schnell an die Straße. Er erzählte Alex, der erst später zu uns gestoßen ist, Schauergeschichten am Telefon und freute sich diebisch, dass er alles glaubte. Auch er hat viel dazu beigetragen, dass es etwas zum Lachen gab.

Alex, unser schnellster Mann am Handy, hatte sofort alle Infos griffbereit. Er ist ein absoluter Vielfahrer und lässt keine Kurve aus, so wie Andreas in früheren Jahren. An manchen Tagen fuhr er halt noch ein wenig weiter oder eine andere Route, um auf seine Kosten zu kommen. Das hat niemanden gestört und ich denke, so war für alle das Richtige dabei. Man darf nicht vergessen, Alex ist jünger als unsere Kinder und hat damit andere Bedürfnisse.

Andreas, der Organisator und Leader, hatte einige Routen und Varianten vorbereitet und zog je nach Wetterbedingung und sonstigen Bedürfnissen die richtige aus dem Köcher. Auch die Organisation der neuen Patschen für Marios GT waren kein Problem für ihn höchstens ein bisschen Stress. Die beste Aussage von ihm auf dieser Tour: „Bist deppat Oida? Des is aba scho meine!“ Anlass war, dass ein Biker vom Nebentisch seinen Helm und Handschuhe und auch Andreas Kamera von der Ablage vor dem Fenster hinter unserer Sitzbank entfernte. Ob es tatsächlich eine Verwechslung mit der Kamera seines Freundes oder Absicht war, bleibt dahingestellt. Ansonsten hatte er die schwierige Aufgabe als einziger mit jemandem auf dem Sozius fahren zu müssen. Ich habe mich bemüht, eine gute Beifahrerin zu sein und hatte kaum einen Grund mich zu fürchten und wenn, lag es nicht an Andreas sondern an anderen Verkehrsteilnehmern. Da habe ich mich manchmal erschreckt.

Was mir nicht so gefallen hat: die vielen Baustellen auf den Pässen; die vielen Busse und riesigen Motorradgruppen (10 Leute oder mehr); Verkehrsteilnehmer, die uns in Gefahr gebracht haben, weil sie entweder noch schnell aus Parkplatzausfahrten herausmussten oder nach links abbiegen mussten ohne nach rechts zu sehen, obwohl wir aus dieser Richtung kamen; Leute, die offensichtlich ihr Fahrzeug im dritten Gang durch den Kreisverkehr trugen, weil sie nichts Besseres zu tun hatten als mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren oder der Motorradfahrer, der die Situationen völlig falsch einschätzte und uns in der Spitzkehre überholte und beinahe von der Fahrbahn gedrängt hätte.

Abschlussbemerkung: das Positive hat eindeutig überwogen. Ich würde jederzeit wieder in dieser Konstellation fahren, v.a. weil wir uns jetzt schon besser kennen, aber nicht mehr im Juni. Da sind viel zu viele Leute unterwegs. Im Mai ist es bisher wesentlich besser gewesen und viele Pässe sind gegen Endes des Monats bereits offen. Das einzige, das im Juni besser ist als im Mai, sind die Blumenwiesen, die eine wahre Pracht sind und weit mehr als Primel und Krokus bieten.

Danke fürs Mitfahren, EVA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.