Eva & Andreas in den Bergen

Einmal im Jahr muss es sein, die Fahrt über den Großglockner und am besten mit unserer Schönen. Heuer leisteten wir uns den Luxus wieder einmal auf meinem Berg zu nächtigen. Dann kann man nämlich auch das Ticket so richtig ausnutzen und von einer Seite zur anderen fahren und wieder zurück :-). Mein Berg, das ist der Großglockner, auf dem ich als Kind zum ersten Mal war, als er noch von viel Eis bedeckt war und der seit unserer Motorradzeit immer wieder ein gern befahrenes Ziel ist. Auch wenn ich 2012 auf ihm mit dem Motorrad zu Sturz gekommen bin und meinen Urlaub statt auf Tour auf der Unfallchirurgie in BKH Lienz mit Liegegips nach Operation verbrachte, hat das meine Freude nicht getrübt. Ich bin ja selbst mit dem gebrochenen Sprunggelenk noch als Sozia bei Andreas ins Krankenhaus mitgefahren…..

 

 

Gestartet sind wir noch bei Regen, aber in der Steiermark konnte Andreas schon lachen. Die Sonne war hervorgekommen.

 

 

 

 

Die Fahrt war sehr gut und führte uns über Murau und das Mölltal bis Heiligenblut und dann auf den Großglockner, der uns auf der Kaiser Franz Josef-Höhe mit ein wenig Regen und sehr, sehr kühlem Wetter empfing. Andreas hat sich dennoch ganz tapfer für ein Foto zu Verfügung gestellt. Wir ihr sehen könnt, die Wolken hingen tief.

Aus dem geplanten Fotonachmittag wurde also nichts, aber die Aussicht aus den einzelnen Aufenthaltsräumen ist auch bei Schlechtwetter immer noch beeindruckend und das Abendessen war sehr gut. Das Publikum am Wallackhaus war international: Deutsche, Österreicher, Italiener, Engländer, Niederländer, eine Familie aus Litauen – zumindest kann ich mich an diese Autokennzeichen erinnern.

Der nächste Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und kurz darauf 9 Porsches, die den noch Auto leeren Berg mehrmals bezwangen. Es war schön anzusehen und anzuhören und ein guter Start in den Tag für einen Porschefan wie mich. Nach dem Frühstück gab es dann noch eine kleine Fotosession auf der Kuhweide. Hier ein paar Eindrücke:

Ich mag Blumenwiesen und in den Bergen sind sie besonders schön. Das war vor zwei Wochen in den Abruzzen schon genau so. Die Artenvielfalt ist einfach beeindruckend und so in Bodennähe hineinsehen zu können, fasziniert mich; genau so wie das zügige Fahren durch die Kurven und Spitzkehren meines Berges, der uns immer wieder tolle Aussichten bietet. Spannend ist es immer wieder durchs Hochtor zu fahren, um zu sehen, wie das Wetter auf der anderen Seite in einem anderen Bundesland ist. Diesmal empfing uns Salzburg mit einer riesigen Nebelwand, da die Wolken erst aufsteigen mussten. Wir fuhren bis zur Mautstelle in Fusch, drehten vor ihr um, und dann ging es noch einmal über den Berg der Berge bis nach Heiligenblut. Ich brauche Kennern gegenüber wohl nicht erwähnen, dass das Wetter auf der Kärntner Seite deutlich schöner war.

Die erste Kaffeepause machten wir in Lienz. Irgendwie ist es schon Routine, dass wir dort immer an der selben ÖMV-Tankstelle Benzin brauchen und danach unseren Cappuccino genießen. Als nächstes Stand die Nockalmstraße auf dem Programm, die ich auch sehr liebe. Unser Mittagessen nahmen wir wie schon so oft im selben Bergrestaurant gemeinsam mit vielen anderen Bikern ein. Wir hatten Glück, dass wir vor dem Reisebus mit Pensionisten ankamen und daher weder auf der Toilette noch aufs Essen lange warten mussten. Andreas entschied sich für Kärntner Nudeln und ich mich für einen (fast) ganz gesunden Salat.

 

Gut gestärkt und bei angenehmer Reisetemparatur ging es weiter und es gibt keine Motorradtour in Österreich, wo Andreas in Admont nicht seinen Eisbecher braucht. Auf den Weg nach Liezen kam uns eine gewaltige Regenfront in die Quere, an der wir aber geschickt parallel vorbeifahren konnten und kamen daher nur leicht angetröpfelt in Admont an. Das Eis war wie immer hervorragend und ich erlaubte mir zu sündigen.

Das kleine Mohntörtchen in der Mitte war übrigens warm und saß auf Marillenschaum – einfach göttlich 🙂

Da es inzwischen heftiger zu regnen begonnen hatte, beschlossen wir unser Regengewand anzuziehen, um genau dann startklar zu sein, als es wieder nachließ. Das gehört einfach so. Hätten wir es nicht angezogen, dann hätte es noch heftiger zu schütten begonnen und wir wären nach ein paar Kilometern stehengeblieben, um uns anzuziehen. So machten wir es halt umgekehrt und blieben in Niederösterreich auf einem Kamm mit Blick auf die Kirche vom Sonntagberg stehen und zogen uns aus. Zu diesem Zeitpunkt waren wir, v.a. ich, schon ziemlich müde und wählten daher bei Loosdorf die Auffahrt zur Autobahn, um schneller heimzukommen. Zeit technisch war es ein Gewinn, vom Fahrvergnügen blieb allerdings nichts mehr. Es war sehr viel Verkehr und wir freuten uns beide über die Ausfahrt Hinterbrühl und danach mehr als 11 Stunden nach Abfahrt von der Schönen zu steigen, die wir gleich vor der Eingangstüre unseres Hauses abgestellt hatten.

Resumé: es war wieder einmal wunderschön gewesen!

 

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