Tag 9 – Cappuccino in Rom und das besonder Flair von Assisi

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So gut sieht ein Cappuccino in Rom aus und glaubt mir, er schmeckt auch so gut 🙂

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Wie ihr euch denken könnt, sind wir heute morgen Richtung Rom aufgebrochen und waren schon sehr auf die Verkehrssituation nach unseren Erfahrungen in Neapel und an der Amalfiküste gespannt. Rom ist eine Großstadt wie jede andere, d.h. kein Berufsverkehr und die Straßen sind wirklich mehr als gut befahrbar. Es war also kein Problem vom Motorrad aus Fotos zu schießen, auch nicht, wenn man (= Andreas) dafür mitten auf einer Brücke stehen bleiben muss. So haben wir erfolgreich das Kolosseum umrundet, sind den Tiber entlang gefahren und haben eine Blick auf die Engelsburg geworfen. In der Nähe vom Petersplatz haben wir dann geparkt und wieder einmal die Kleidung gewechselt, um uns den Vatikan einmal aus der Nähe anzusehen. Falls jemand noch immer mitzählt: der Vatikan ist Land Nr. 7 auf diese Reise.

Am Weg zum Petersplatz hörten wir schon über Lautsprecher die Stimme des Papstes und Andreas hat ihn sogar auf einer Videoleinwand gesehen.

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Wenn ihr genau hinseht, seht ihr ihn vielleicht auch. Es ist der weiße Fleck auf der Videoleinwand hinter dem dunklem Auto mitten im Bild.

Da die Warteschlage der Menschen, die in den Petersdom wollten, endlos lange war, beschlossen wir, Rom einmal gesondert zu besuchen und lieber besagten Cappuccino zu genießen, Fotos von der Schweizergarde zu schießen und noch ein wenig rund um den Vatikan zu spazieren… Da es wieder einmal sehr sonnig war und meine Kopfhaut von den Ausflügen auf den Vesuv und nach Pompei schon angegriffen und gerötet ist, kaufte mir Andreas, sobald wir uns dem Petersplatz näherten, einen Strohhut, mit dem ich angeblich frech und auf dem folgendem Foto auch sehr zufrieden aussehe.

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War ich auch, das sich die Abfahrt aus Rom noch viel problemloser gestaltete als die Anreise, da nach 14h überhaupt keine Autos mehr auf den Straßen unterwegs waren. Davon gibt es Beweisfotos 🙂

Als nächster Programmpunkt stand Assisi auf unserem Plan, wo ich schon lange hinwollte. Mein Vater hat mir immer davon vorgeschwärmt und da ich durch ihn einen besonderen Bezug zu Kirchen habe, war es wirklich an der Zeit, mir eine seiner liebsten anzusehen. Die Anfahrt gestaltete sich abenteuerlich, da wir das Ticket für die Autobahnmaut verloren haben. Andreas steckte es wie immer in des Fach vorne in der Adventure, wo auch der Fotoappparat aufbewahrt werden kann. Warum auch immer – vielleicht war der Deckel schlecht verschlossen – flog es davon. Also bei der nächsten Gelegenheit runter von der Autobahn und oh Schreck, keine Beamten sondern nur Automaten, die die Mautgebührt einheben. Andreas verhandelte mit einem Angestellten in einem kleinen Büro neben der Mautstelle, der meinte: „go to your bike and press the button.“ Gesagt getan. Eine Stimme sagte dann, nachdem Andreas erklärt hatte, was passiert war: „No ticket?“ Dann lange Pause, dann scheint plötzlich ein Beitrag von 2;55 € auf, wir bezahlen und fahren wieder auf und schaffen es dann doch noch nach Assisi. Die Tickets werden jetzt immer von mir in meiner Jacke aufbewahrt!

In Assisi haben wir in einem Parkhaus weit wegen von der Basilika des Heiligen Franziskus geparkt, was sehr angenehm war – weniger Leute, angenehme Temperatur beim Umziehen, einmal keine Zuschauer 😉 Mit Rolltreppen ging es dann hinauf in die Stadt und dann von Kirch zu Kirche. Hier ein paar Eindrücke:

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An Kirchen lieben ich am meisten die Fenster und das runde in der Basilika von S. Francisco ist für mich beindruckend. Wie ihr sehen könnt, strahlt das Licht besonders hell ins Innere der Kirche. Seit mein Vater vor 15 Jahren verstorben ist, habe ich oft das Gefühl, dass er durch diese Lichtstrahlen, die durch bestimmte Kirchenfenster dringen, Kontakt mit mir aufnimmt. Ich habe heute auch in jeder Kirche „unser“ Fenster gefunden.

Wir haben auch die Grabstätten des Heiligen Franzikus und der Heiligen Klara besucht, wo viele Reliquien ausgestellt sind, sowie das Geburtshaus von Franziskus. Die gesamte Stadt hat ein eigenes Flair und eine sehr beruhigende Ausstrahlung, etwas, was mir heute sehr gut getan hat. Es waren einfach die richtigen  Reiseziele für einen Sonntag.

In der Nähe von Assisi haben wir dann ein sehr schönes Zimmer mit einem kleine Balkon in einem hübschen Hotel bezogen und ein fantastisches Abendessen genossen. Es ist eindeutig das beste Hotel und das beste Essen bis jetzt auf dieser Reise. Wie entspannt Andreas an so einem Tag aussehen kann, will ich euch nicht vorenthalten. Von mir seht ihr ohnehin Fotos genug.

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Gute Nacht und bis demnächst, EVA

P.S.: Da es schon wieder nach Mitternacht ist, bessere ich keine Tippfehler mehr aus – bitte, das müsst ihr mir nachsehen 😉

 

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