Tag 3 – reif für die Insel

6:30 Tagwache, 7:00 Frühstück, 8:00 Abfahrt so sah der straffe Zeitplan von Andreas heute aus. Um 8:02 saßen wir dann tatsächlich schon auf der Schönen und waren bei mäßigem Wetter und Wind Richtung Calais unterwegs. Bei einer Rast an der Autobahn buchten wir die Fähre nach Dover, sicherheitshalber mit Flexitarif, damit wir auch früher oder später als 14:20 fahren konnten.

Das war eine kluge Entscheidung, da wir schon früher als erwartet in Calais waren und die Fähre um 13:25 nehmen konnten. Wir hatten kaum Wartezeit und standen dann gemeinsam mit italienischen und englischen Motorrädern als erste an Board. Wir hatten einen tollen Fensterplatz und konnten dank der klaren Sicht schon von Calais aus die Kreidefelsen von Dover sehen. Die Fahrt verlief gut und außer essen und einkaufen im Duty Free ist nichts Aufregendes passiert. Andreas hat uns einen kleinen Vorrat an Shortbread angelegt und ich mir meine Lieblingshand- und Fußcreme in Reisegröße zugelegt. Die habe ich noch nirgendwo anders gesehen.

Andreas hatte es nicht leicht mit mir, da ich mich nicht entscheiden konnte, ob wir nach dem Anlegen direkt auf den schnellsten Weg nach Wales weiterfahren oder doch lieber nach Bexhill on sea reisen sollten. Meine Müdigkeit siegte und veranlasste Andreas nach Hastings zu fahren, weil dort die Quartiere billiger gewesen wären. Bexhill liegt ohnehin gleich nebenan.

Die Fahrt führte uns mit einer kleinen Pause die Küste entlang und wir durchzuckelten Hastings, wo irgendein Piratenfest stattfand. Dort war mir viel zu viel Trubel und wir stoppten schließlich in Bexhill am Strand, wo sich Andreas ein Eis gönnte. Mittels der App von booking.com fanden wir ein Zimmer gleich ums Eck in einem sehr schmalen, top renovierten Haus. Das Zimmer ist echt cool und geschmackvoll und nur wenige Meter vom Strand entfernt. Wir machten einen langen Spaziergang den Strand entlang und nützten die unterschiedlichen Möglichkeiten unserer Kameras, da ich diesmal nur die kleine Kompaktkamera mithabe. Ich möchte gerne dieselben Motive vom selben Punkt aus mit den beiden Kameras aufnehmen, weil dies ganz unterschiedliche Bilder ergibt. Das wäre ein spannendes Projekt für mich. Mal sehen, ob Andreas mitmacht.

Unser Abendessen nahmen wir auf Empfehlung in einem nepalesischem Restaurant ein. Es gab nicht nur hervorragendes Essen sondern auch süffiges Gurkha Bier. Johannes wollte gleich so eines plus Glas haben. Wie soll man so zerbrechliche Fracht heil auf dem Motorrad nach Hause bringen? Wir haben Erfahrung mit Whiskey und Champagner aber nicht mit Biergläsern….

Andreas ist gerade dabei die Fotos von heute zu sichten und wird sicher wieder ein paar nette aussuchen. Ihr werdet sehen, auf der Insel scheint sogar die Sonne. Mich werden gleich die Möwen in den Schlaf schreien. Morgen darf ich länger schlafen, da Andreas die Frühstückszeit erst mit 8:00 festgelegt hat.

Gute Nacht und träumt süß, Eva

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