Karasjok

Der heutige Morgen begann ungewöhnlich. Erstens sind wir erst um 9h aufgestanden und zweitens habe ich den gestrigen Blogbeitrag geschrieben, bevor ich noch irgendetwas anderes gemacht habe. Andreas ist inzwischen mit dem Fotoapparat nach draußen und hat versucht die Stimmung einzufangen. Es war nämlich sehr nebelig und ich konnte keine 5m weit sehen.

Nachdem wir veröffentlicht hatten und adjustiert waren, war es knapp nach 11 Uhr und das Erlebniscenter hatte bereits geöffnet. Wir bestellten uns norwegische Waffeln und Kaffee und genossen somit ein warmes Luxusfrühstück. Andreas machte noch ein Abschiedsfoto und ich holte mir aus dem Gift Shop noch eine DVD, auf der der Film vom Nordkap ist, den wir gestern im Kino gesehen hatten. Wenn ich Sehnsucht nach dem Norden habe, kann ich sie mir immer wieder ansehen.

Danach brachen wir auf, die ersten paar Kilometer in Richtung Heimat. Es war so nebelig, dass Andreas Schwierigkeiten hatte die Ausfahrt vom Parkplatz zu finden. Der Weg vom Nordkap hinunter war unterschiedlich einfach zu bewältigen, da es immer wieder Stellen mit guter Sicht und dann wieder fürchterlichen Nebel gab. Dafür war der Tunnel wieder von beiden Seiten befahrbar und es befanden sich schon wieder viele Fahrzeuge auch etliche Radfahrer auf dem Weg nach oben. Gelegentlich gab es das eine oder andere Rentier am Straßenrand und plötzlich sah ich eine ganze Gruppe im Wasser schwimmen.

Das übliche Problem: ein tolles Motiv, keine Stelle zum Anhalten erst etliche Meter weiter, wo bereits andere Autos und Wohnmobile standen und Fotos gemacht wurden. Andreas schraubte noch das Teleobjektiv auf die Kamera und fotografierte los. Ich denke, er hat noch ein paar im Wasser erwischt, allerdings bereits gehend. Es handelte sich um eine größere Gruppe von Haustieren der Samen, da manche von ihnen Glocken trugen wie unsere Kühe auf der Weide. Hier gibt es freilaufende halbzahme Rentiere, die uns aus Mitteleuropa oder dem Süden natürlich beeindrucken.

Irgendwann fuhren wir nicht mehr dem Fjord entlang sondern sind ins Landesinnere abgebogen. Unser nächstes Ziel war Karasjok, wo angeblich die besten samischen Messer gemacht werden. Das Wetter war bescheiden und als wir in der Stadt ankamen, begann es zu schütten. Laut Reiseführer sollte das Geschäft bis 18h offen haben, allerdings fanden wir an der Türe einen Hinweis, dass derzeit um 16h Schluss ist. Kein Problem, dann besuchen wir halt das Samenmuseum. Laut Reiseführer hat es bis 18h offen. Andreas schaute auf der App nach und meinte, dass es nur bis 15h wäre. Auch gut, dann suchen wir einen Stelle zum Entsorgen und einen Stellplatz.

Das Entsorgen war schnell erledigt und wir konnten auch Frischwasser auffüllen. Einer ausgiebigen Dusche steht also nichts im Wege. Mit dem Stellplatz gestaltete es sich etwas schwieriger. Wir versuchten es auch am Parkplatz des Museums, wo Andreas auch den Eindruck hatte, dass es noch geöffnet sei. Er schaute nach. Um 18:01 saß er wieder bei mir im Auto und meinte, dass sie gerade geschlossen hätten. Diesmal hatte also der Reiseführer Recht und die App irrte. Schließlich fanden wir etwas außerhalb noch einen netten Stellplatz an einem kleinen See, wo bereits ein Wohnmobil aus Finnland und eines aus Wien (!) stand. Inzwischen ist noch eines aus Deutschland und ein alter VW-Bus dazugekommen. Ich konnte noch nicht sehen, woher er kommt.

Heute sind wir wirklich früh fertig mit dem Blog und den Fotos. Auf Grund der kurzen Fahrstrecke und des schlechten Wetters gibt es auch nicht allzu viele Fotos. Es war ein angenehmer Tag und ich bin sicher, der morgige wird auch wieder schön. Jetzt werden wir uns einmal ein Nachtmahl kochen. Bis morgen, EVA

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