Tag 8 – lazy day am Bryn Elltyd

Heute morgen wurden wir vom Prasseln des Regens gegen die Scheiben geweckt. Es schüttete gnadenlos und die Wettervorhersage hatte genau ins Schwarze getroffen. Zu unserer Überraschung war für sechs Personen gedeckt, also mussten sich in der Nacht noch weitere Gäste eingefunden haben. Zwei von ihnen kamen dann auch bald zum Frühstück. Der junge Mann schien gar nicht begeistert vom Regenwetter, während die junge Frau meinte, es wäre nicht so schlimm. Sie sei in der Gegend aufgewachsen und der Regen käme ohnehin senkrecht von oben und nicht quer….

Angeblich sollte es am Nachmittag besser werden und ich zog mich zu einem Schläfchen in mein Bett zurück. Nachdem ich ausgeträumt hatte waren zweieinhalb Stunden vergangen und es regnete immer noch. Andreas war ambitioniert und beschloss laufen zu gehen, da es ja nur nieseln würde….. Meine Hochachtung, er fühlte sich danach auch großartig.

Nachdem er sich unter der Dusche wieder aufgewärmt hatte, machten wir ein kleines Picknick im Zimmer und aßen die Reste vom gestrigen Abendessen. Andreas gönnte sich dann ein Nickerchen und ich suchte mir mit Hilfe von Google ein paar Übersetzungen. Schließlich wollte ich manche Worte wie COERSO = Willkommen oder TY BACH = Toilette einfach bestätigt bekommen und andere einfach wissen. BRYN heißt nichts anderes wie Hügel und ELLTYD ist ein Eigenname. Wir wohnen also am Hügel Elltyd.

Als es endlich zu regnen aufgehört hatte, machte ich einen Spaziergang durch den Garten, der wirklich viel zu bieten hat. Natürlich war der Akku meines Fotoapparates nach fünf Minuten leer, sodass es jetzt hauptsächlich Handy-Fotos gibt. Aber die Qualität ist ganz beachtlich. Falls morgen oder Sonntag in der Früh die Sonne scheint, muss ich dann Andreas noch einmal mit der großen Kamera losschicken. Die drei Enten ließen sich von mir auf jeden Fall nicht stören.

Besonders toll finde ich die Vielfältigkeit des Gartens und dass ein Bach mit viel Gefälle durchfließt. Es gibt kleine Brücken aus Holz oder Schieferplatten, Gemüse, Blumen, die zum Teil in Schuhen wachsen, Bäume, einen kleinen, urigen Feenwald mit Farnen und einen Teich für die Enten. Unser Hobbit-Kabäuschen passt sich mit seinem begrünten Dach wundervoll in das ganze Esemble ein.

Abgesehen vom Spaziergang habe ich mich in unserem Reiseführer und den diversen Prospekten schlau gemacht, was wir uns morgen ansehen könnten. Wir werden morgen auch wenn es regnet aufs Motorrad steigen. Es gibt auch geeignete indoor-Angebote in der Nähe.

Andreas ist jetzt losgefahren, um zum Abendessen einzukaufen. Wenn die Straßen trocken sind, wird er auch eine kleine Runde drehen. Ansonsten geht er in den Supermarkt und zum take away-Chinesen, den er schon am ersten Tag entdeckt hat. Ich lasse mich einmal überraschen, was er mir zum Essen mitbringt. Lamm, Schwein und Nudeln habe ich ausgeschlossen, also sollte nichts schief gehen…..

Andreas hat es sehr gut mit mir gemeint und Huhn mit Bambus und waterchestnuts bestellt, da er wusste, dass ich gerne etwas mit Nüssen esse. Waterchestnuts sind allerdings keine Nüsse sondern Wasserkastanien oder auch Topinambur genannt. Etwas, das wir leider beide gar nicht vertragen. Es dauerte nicht lange, bis ich alle Scheibchen herausgesucht hatte und der Rest schmeckte hervorragend. Zum Abschluss teilten wir uns noch eine gebackene Banane mit Honig.

Andreas sortiert noch heftig Fotos, da er nun von zwei Handys und von seiner großen Kamera Bilder auf sein Notebook geladen hat. Es kann sich nur mehr um Stunden 😉, nein Minuten handeln, bis wir sie einfügen können. Inzwischen hat es auch wieder heftig zu regnen begonnen, aber morgen wird es sicher besser sein. Andreas hat mir auf meinem Wunsch hin einen Knirps vom Supermarkt mitgebracht. So etwas wirkt auf möglichen Regen abschreckend.

Ich wünsche euch eine gute Nacht, Eva

Diesmal eine Mischung aus Fotos aus der Canon und IPhone Fotos von Eva und Andreas

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