Tag 11 – von Bodnant Garden ins The Yorkshire

Guten Morgen ihr Lieben! Wie ihr an der Uhrzeit des Postings erkennen könnt, wurde es gestern wieder einmal spät und die Energie reichte nicht mehr zum Schreiben. Aber lieber der Reihe nach.

Nach dem Frühstück fragte Andreas die Vermieterin, ob wir unsere Sachen bis Mittag im Zimmer lassen könnten, damit wir uns in bequemer Kleidung noch etwas ansehen könnten. Es war wundervolles Wetter, wenn auch sehr stürmisch, und es wäre schade, das nicht zu nützen. Nachdem das geklärt war, beeilten wir uns zur Bushaltestelle, um die Rundfahrt nachzuholen. Es dauerte etwas, bis wir herausgefunden hatten, dass der Betrieb erst um 10 Uhr startete. Also sind wir wieder zurück ins Zimmer und haben die Route für den Tag geplant und so gut es ging gepackt. Pünktlich um 10h ging es dann los. Ich mag Rundfahrten mit Doppeldeckerbussen, die oben ein offenes Dach haben und Andreas konnte so auch gut fotografieren. Es war ein schöner Start in den Tag 😀

Da unser Motorrad quasi im Hinterhof stand und Andreas nicht das gesamte Gepäck noch einmal durchs Haus schleppen wollte, wurde ich damit an der nächstgelegenen Straßen Ecke zurückgelassen. Da bekommt man dann irritierte bis mitleidige Blicke ab. Im Gegensatz zu Neapel vor ein paar Jahren, wollte man mir nichts verkaufen. Im United Kingdom gibt es halt so etwas wie Stil.

Andreas ließ mich nicht allzu lange warten; die Schöne wurde beladen und ab ging es zum KTM-Händler seines Vertrauens ein paar Ortschaften weiter. Andreas informiert sich immer, wo im Reisegebiet KTM-Händler sind, falls wir eine Panne haben sollten (vgl. Irlandreise). Diesmal war es ein Höflichkeitsbesuch 😉 und ich freute mich über ein paar neue Handschuhe 😍. Ich bekam auch gleich 10% Rabatt. Wahrscheinlich weil wir aus dem Heimatland der vielen schönen Mopeds kamen, die dort herumstanden.

Unser nächstes Ziel war Bodnant Garden, wobei ich zuerst skeptisch war, ob ich mir und meinem Knie das zumuten sollte. Es hat sich auf alle Fälle ausgezahlt. Neben den vielen uralten Bäumen gibt es jede Menge speziell bepflanzte Bereiche wie den Rosengarten oder ein eher exotisches Gebiet rund um einen kleinen Teich mit Kois. Wir haben uns nur einen Bruchteil angesehen und im Prinzip müsste man zu verschiedenen Jahreszeiten kommen, um die unterschiedlichen Besonderheiten wie z.B. die Goldregenallee zu sehen. Es war auf alle Fälle das Eintrittsgeld wert.

Wir sind dann auf der Autobahn weitergefahren und haben so die großen Städte wie Liverpool und Manchester buchstäblich links liegen gelassen. Ich war froh, als wir dann wieder von M65 abgefahren sind, da ich kaum die Augen offenhalten konnte. Die größte Herausforderung für mich ist, auf der Autobahn nicht auf dem Moped einzuschlafen 😴

Dann begann der wirklich schöne Streckenteil des gestrigen Tages. Wir fuhren durch den Yorkshire Dales National Park: weit, grün, hügelig, viele Steinmauern und dazwischen Schafe und wunderschön. Mitten im Nichts stand dann ein Gasthaus mit B&B, das leider aber kein Zimmer mehr frei hatte. Da es auch kein Netz gab, mussten wir in die nächste Stadt fahren, um ein Zimmer suchen zu können. Der Wirt machte uns nicht viel Hoffnung, da gerade irgendein Festival in der Gegend stattfand. In Ribon hatten wir dann wieder Empfang und konnten 18km entfernt in Harrogate, North Yorkshire, ein Zimmer buchen.

Wir haben heute Nacht in einem alten, englischen Hotelkasten geschlafen, wo die Gänge wirklich ums Eck laufen und du einen guten Ausblick in die Hinterhöfe hast. Wir kennen solche Hotels von unseren anderen Reisen auf die Insel. Die Lobby ist dann meist gut besucht und man bekommt so wie gestern Tipps, dass wir doch unbedingt BETTYS auf der anderen Straßenseite enseite besuchen müsste, was wir auch getan haben. Es wäre der beste Teashop der Insel.

Bettys ist laut Aufschrift des Einkaufssackerls: coffee tea rooms, craft bakers & confectioners, chocolatier, tea blenders & coffee roasters, cookery school & cook shop – wieder einmal ein Schlaraffenland und wieder einmal großes Bedauern bei mir, dass man die Köstlichkeiten nur mehr in Bröselform zu Hause anbringen würde…..

Wir machten uns danach auf die Suche nach einem Lokal, um wieder einmal ein warmes Abendessen genießen zu können. Die Auswahl stellte uns vor eine Herausforderung, da es im Umkreis von wenigen Metern zwischen indischer, thailändischer und italienischer Küche zu wählen galt, dann noch ein Chinese, ein all you can eat Inder, ein seafood restaurant und ein Steak- & Burgerladen, für den wir uns schlussendlich entschieden haben. Müde und vollgefressen sind wir dann um 22:15 nach einem Verdauungsspaziergang in unserem Hotel gelandet. Ich für meinen Teil bin bald eingeschlafen. Ich hoffe, dass Andreas noch die Fotos bearbeitet hat und eine Auswahl für den Blog getroffen hat. Wir werden es bald wissen. Noch schläft er wie ein Baby.

Heute geht es noch durch den North York Moors National Park an die Ostküste Englands und dann nach Hull auf die Fähre. Ich freue mich schon 😊

P.S.: Andreas lässt ausrichten, dass auch wieder Fotos von mir dabei sind. Das Titelbild ist auch von mir, während der Fahrt aufgenommen, ein dynamisches Bild also 😉

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